Gestern sind die zwei Festplatten angekommen, die ich bestellt hatte. Welch' freudiges Ereignis! :)
Ich bin jetzt stolzer Besitzer von zwei Samsung 200 GB S-ATA Platten. :D Die waren dringend notwendig, da meine Musik-Partition recht ueberfuellt war.
Und was mach ich mit zwei Festplatten gleicher Groesse? Natuerlich! Software-RAID :)
Das loest naemlich eines meiner aergsten Probleme. Die Sicherung meiner Musikdaten. Ich habe mir naemlich gedacht, ich kaufe zwei Platten, und spiegel' diese per Software-RAID.
Heisst also, ich verwende 2x200 GB im RAID-1 Modus. Im Klartext: Ich habe 200 GB Platz und die Daten auf der einen Festplatte werden auf die andere gespiegelt. Sollte also eine Platte kaputt gehen besitze ich noch alle Daten auf der anderen Platte. Und das... ist schoen! :D
Aber erstmal zum Thema S-ATA. Dieses neue Bussystem fuer Festplatten ist ziemlich nett. Es ist naemlich verdammt schnell. :) Und ausserdem, wird es von Linux unterstuetzt, was auch sehr nett ist :D. Man muss nur unterhalb der SCSI-Unterstuetzung in der Kernelkonfiguration die Option S-ATA aktivieren und dann auch noch die passenden Controller-Treiber. Nach einem Neustart des Rechners sollten S-ATA-Geraete dann erkannt worden sein. Die Geraetedateien entsprechen SCSI-Geraeten. Also /dev/sd*.
Bei mir verlief das ganze auch relativ problemlos. Und, obwohl ich nur einen einfachen S-ATA-Controller als PCI-Karte besitze (also nicht on board) gehen Datentransfers noch ganz schoen fix :D.
Und Software-RAID ist mit Linux sowieso kein Problem. Man waehlt einfach die entsprechende Unterstuetzung im Kernel aus (das ganze nennt sich MD). Dann erstellt man mit dem Programm mdadm ein Array und dieses kann man formatieren und mounten. Fertig.
Zur Erstellung eines RAID-1 Arrays braucht man nur folgende Zeile:
linux#: mdadm --create /dev/md0 --level raid1 --raid-devices 2 /dev/sda1 /dev/sdb1
Das Geraet /dev/md0 steht danach zum Formatieren und Mounten zur Verfuegung. Mdadm kann allerdings noch ein wenig mehr. Alte Arrays wiederherstellen, detaillierte Informationen ueber das Array ausgeben usw. Naeheres dazu in der Manpage. Sehr praktisch ist auch die Daemon-Funktion von mdadm. Es laeuft dann im Hintergrund, ueberwacht die Platten der Arrays und benachrichtigt einen ueber Anomalien bzw. Ausfaelle von Festplatten.
Ja... oehm, soviel dazu. Ich freu' mich. Ich habe nun ein 200 GB mirrored storrage array :D
Das Software-RAID-Howto von TLDP gibt's hier.