Sobald ich allein bin, verdraengt eine Traurigkeit jede Lust zu einer Taetigkeit in mir. Wenn ich ein Buch zur Hand nehme, dann nicht aus Interesse, sondern so, als ob es ein anderer taete. Ueber diesen entsetzlichen Zustand kann nur eines helfen. Die schlimmsten Schmerzen, und waeren es bloss koerperliche, sind mir tausendmal lieber als diese leere Ruhe.
Sophie Scholl, Tagebucheintrag vom 13. Januar 1943 (Hermann Vinke, "Das kurze Leben der Sophie Scholl")