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Erwachet

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Erwachet

"Wie lange wollt Ihr eure Werke töten?
Wie lange wollt Ihr ohne Sinn ableben?
Wie lange wollt Ihr Euch narkotisieren?
Wie lange lasst Ihr Euch an der Nase führen?

Wie lange soll Religion Euch ganz verblöden?
Wie lange lasst Ihr Eure Unschuld töten?
Wie lange wollt Ihr Liebe für Sünde halten?
Wie lange noch lasst Ihr Euer Gehirn verwalten?

Brüder, Schwestern, zur Sonne, zur Macht - auf zur letzten Schlacht!
Tut es den Göttern gleich, denn hier ist Euer Himmelreich!

Wie lange sollen Euch die Fetten regieren?
Wie lange lasst Ihr Euch vom Kapital verführen?
Wie lange denkt Ihr, könnt Ihr alles kaufen?
Wie lange noch wollt Ihr in den Abgrund laufen?

Brüder, Schwestern, zur Sonne, zur Macht - auf zur letzten Schlacht!
Tut es den Göttern gleich, denn hier ist Euer Himmelreich!
Erwachet! Erwachet! Erwachet aus Eurem Schlaf!

Wie lange wollt Ihr den Blick nach oben richten
und glotzen während sie die Welt vernichten?
Wie lange wollt Ihr nur das Heute suchen
und morgen dann Euren Gott verfluchen?

Brüder, Schwestern, zur Sonne, zur Macht - auf zur letzten Schlacht
Tut es den Göttern gleich, denn hier ist Euer Himmelreich
Erwachet! Erwachet! Erwachet aus Eurem Schlaf!"

Umbra et Imago - Erwachet
Umbra et Imago im Web.

am Sonntag, 7. Mai 2006 in Zitiert; Kommentare: (2) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: music, quoted
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Zuletzt bearbeitet am 09.02.2012 07:57
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#1 - Hans Kolpak besagt:
26.05.2006 12:57 - (Antwort)

Heinrich Heine und "Erwachet" - eine perfekte Kombination und viele Gedankenverbindungen auslösend! Rein "zufällig" fand ich gestern einen Spruch zum Schlafwandeln. Ich gebs ja zu: Die Blogsuche leitete mich hier her. Aber erschüttert hat mich folgender Spruch trotzdem: Unter lauter Schlafwandlern auch nur halbwach zu sein, ist zunächst erschreckend. Später lernt man, sich zu verstellen. Lawrence Durrell englischer Schriftsteller Bewußtlos sind Schlafwandler wohl nicht. Woher nähmen sie sonst ihre Sicherheit beim Gehen? Andererseits reden sie mitunter, aber gesprächig sind sie keinesfalls. Versuchen Sie's mal! Da frag ich mich, was Lawrence Durrell uns wohl mit seinem bissigen Spruch mitteilen will. Gibt es tatsächlich BürgerInnen unserer Gesellschaft, Mitmenschen und ZeitgenossInnen, die nicht unseren Erwartungen entsprechen, Leute, die einen an SchlafwandlerInnen erinnern? Ich behaupte: JA ! Es gibt zahlreiche Themen, die viele nicht zu berühren scheinen, die ihnen am Gesäß vorbeigehen und keine Aufmerksamkeit erregen, während es für die gleichen Themen Tausende von Rufern in der Wüste gibt, die sich um das eigene Wohl, das Wohl anderer und der Gesellschaft insgesamt sorgen. Genau diese Rufer nämlich können Schlafwandler durch ihre Penetranz und Nervigkeit aggressiv machen und zu Weißglut oder Spott reizen. Das läßt zumindest einige Rufer in der Wüste klüger, ruhiger und zurückhaltender werden. So ist es eine gesunde Reaktion, Menschen ohne eine Antenne für unsere Situation dumm sterben zu lassen. Schlafwandler haben auch ihr Gutes. Der Zwang, sich um seine eigene Existenz zu kümmern, ist heilsam, fördert Frieden und Toleranz. Schließlich ist ein Tag auch nur 24 Stunden lang. Und wer aus seinem Schlaf erwacht, greift aus eigenem Bedürfnis nach Büchern, die seinen Horizont weiten. Ziemlich abgefahren ist zum Beispiel Jan Udo Holey, der als Jan van Helsing schreibt: "Hände weg von diesem Buch!". Doch die Fragen, die er aufwirft sind wirklich nicht aus der Luft gegriffen und mindestens so abenteuerlich, wie das, was unsere Großeltern, unsere Eltern und unsere Lehrer uns aufgetischt haben. Ich behaupte nicht, daß das eine oder das andere hanebüchen sei. Beide Quellen sind bedenkenswert. Oder glauben Sie jede irreführende Propaganda, die uns täglich durch alle Medien hindurch verblödet? Haben Sie niemals hinterfragt, wie es möglich ist, Millionen von Menschen zu täuschen und zu Handlungen zu veranlassen, die diese niemals aus eigenem Antrieb vollbracht hätten? Hans Kolpak Biß der Woche

#1.1 - mo besagt:
27.05.2006 19:01 - (Antwort)

Vielen Dank!


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"Mannigfach sind Trübsal und Not. Unglück und Gram sind vielseitig auf Erden. Gleich dem Regenbogen spannt sich das Unglück von Horizont zu Horizont und gleich den Farben des Regenbogens sind seine Farben vielfältig und scharf abgegrenzt und dennoch innig miteinander verwoben."
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